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Lenken mit Farben

 

Lila? Natürlich Milka! Mmmh … zarte Schokolade, 100 % Alpenmilch und ja, die Kuh mit dem «Muuuh». Oder eine rote Fläche samt schwungvollem weissen Schriftzug? Auch aus meilenweiter Entfernung wissen wir genau: Da steht «Coca-Cola» drauf – und irgendwie haben wir plötzlich Lust auf eine erfrischende Limonade. Zwei Paradebeispiele des erfolgreichen Farbbrandings. Möchten auch Sie das Spiel der Farben beherrschen? Wir erklären Ihnen die Regeln.

Wie lässt sich der Fokus des Betrachters lenken?

Da wäre zum einen natürlich das Layout, z. B. einer Website oder einer Zeitschrift, das vor allem mit Satzspiegel, Schrift, Weissraum und Text-Bild-Verhältnis die Grundpfeiler der Präsentation erstellt. Dieses Gerüst sorgt dafür, dass die Blicke des Betrachters auf der Suche nach wesentlichen Informationen nicht plan- und ratlos umherschwirren.

Farben unterstützen diese Kommunikation auf mehrfache Weise:
Wir können mit ihnen nicht nur die Blicke besser auf gewisse Inhalte lenken, indem wir – ein einfaches Beispiel – Signalfarben für Signalwörter nutzen, sondern auch bestimmte Emotionen wecken. Insbesondere im Web-Bereich setzen wir von Cloud Connection Farben gerne ein, um den User auf die wichtigsten Elemente aufmerksam zu machen und ihn durch das Angebot zu navigieren. Und da die Farben den Produkteigenschaften entsprechen sollen, kommen bspw. für sportliche Aktivitäten nicht Braun und Ocker zum Zug, sondern eher Violett und Türkis (s. auch unten unser Beispiel 1).

Ein Projekt = eine Farbgestaltung

Wichtig beim Farbbranding ist es, innerhalb eines Projekts alle Kommunikationskanäle (Website, Print, Newsletter etc.) einheitlich zu gestalten. So erreichen wir einen sofortigen Wiedererkennungswert bei den Betrachtern. Inhaltliche Unterschiede kennzeichnen wir durch Farbkontraste. Achtung: Hierbei immer auf die Lesbarkeit der Texte achten – klingt banal, wird aber oftmals vergessen.

Welche Farbkombinationen passen zu meinem Unternehmen?

  1. Wählen Sie Ihre «Grundfarbe». Überlegen Sie sich: Was sind die Kernaussagen Ihres Unternehmens? Welche Emotionen möchten Sie beim Betrachter auslösen? Welche Farbe drückt dies am besten aus? Fun Fact: Laut einer Studie ist die hässlichste Farbe im Internet ein Braunton, die schönste hingegen Blau. Stimmt’s? Stimmt’s nicht? Schwer zu sagen, denn letztlich kommt es natürlich immer auf das Gesamtkonzept an.
  2. Fügen Sie nun ergänzende Farben hinzu. Auf Ihrer Grundfarbe aufbauend, wählen Sie jene Farben aus, die gut mit dieser und untereinander harmonieren. Daumenregel: Komplementärfarben ergeben ein dynamisches Design, analoge Farben wirken beruhigend. Klingt kompliziert? Wir von Cloud Connection erstellen und erklären Ihnen gerne verschiedene Farbvarianten für Ihre Grundfarbe.
  3. Geraten Sie nicht in einen Farbenrausch. Mehr als vier Farben (1 Grundfarbe + 3 harmonisierende Farben) bringen Unruhe ins Konzept: Anstatt die Blicke des Betrachters zu lenken und ihm wichtige Infos zu zeigen, verwirrt ihn die bunte Farbsuppe nur. Doch keine Sorge, es ist immer viel kreativer Spielraum vorhanden, den wir gerne gemeinsam mit Ihnen ausschöpfen können.

Beispiel Skiservice Corvatsch

Für die Skiservice Corvatsch Website entschieden wir uns für die analogen Farben Violett und Türkis, also jene Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen. Durch den Farbverlauf in den Schriftzügen entsteht ein sowohl farbenfrohes als auch ruhiges Design, das die Assoziationen «aktiv», «sportlich», «Natur» weckt und unterstützt.

cc_color_theory_skiservice_web

Den Skiservice Corvatsch Katalog haben wir noch farbenfroher gestaltet, denn ein Printmedium ist ja immer etwas «statischer» als eine Website und dem kann mittels Farben entgegengewirkt werden. Darum kombinierten wir hier analoge Farben auch mit komplementären, also gegensätzlichen Farben, um z. B. mit Gelb, Lila und Aqua eine besonders lebendige Gestaltung zu erzielen.

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